Ich freue mich, mit dem Beitrag “Betroffenenbeteiligung – Herausforderung bei der Aufarbeitung
sexualisierter Gewalt”, den ich gemeinsam mit Karl Haucke geschrieben habe, im neuen Sammelband Geistlicher Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt. Blinde Flecken in der konfessionellen Wohlfahrtspflege (S. 300 bis 314) vertreten zu sein.
Herausgeber:in des Sammelbandes sind die Theologin Dr. Astrid Giebel, Diakonie Deutschland im Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung (EWDE e.V.), und der Dipl. Theologe Bruno Schrage, Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.
Die fachliche Beratung erfolgte durch Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister, Lehrstuhl für Moraltheologie Katholisch-Theologische Fakultät Universität Bonn.
Mehr als 50 Autor:innen – Betroffene, Journalist:innen, Fachkräfte aus Praxis und Wissenschaft sowie Menschen aus der Seelsorge – machen sichtbar, was lange übersehen oder verschwiegen wurde. Einige schreiben anonym oder unter Pseudonym. Gemeinsam zeichnen ihre Beiträge ein vielschichtiges Bild von Erfahrungen, Analysen und Perspektiven und zeigen, wie eng individuelles Leid und institutionelle Strukturen miteinander verwoben sind.
Der Band widmet sich einer drängenden Frage: Welche Ursachen, Dynamiken und Folgen haben spiritueller und sexualisierter Machtmissbrauch in Caritas und Diakonie? Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem folgende Fragen:
- Wie können Betroffene und Mitbetroffene besser gehört und wirksam beteiligt werden?
- Wie kann ihr Leid anerkannt, sensibel aufgearbeitet und durch wirksame Schutzkonzepte zukünftiger Missbrauch verhindert werden?
- Wie können Institutionen Verantwortung übernehmen und glaubwürdige Aufarbeitung gestalten?
Die Beiträge ergänzen und vertiefen einander zu einem facettenreichen Gesamtbild. Dieses Buch macht sichtbar, was lange ausgeblendet wurde. Es lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen.
Der Sammelband erschien im Juni 2026 im Lambertus‑Verlag.
Flyer_Giebel_Schrage_Machtmissbrauch
Unser Beitrag wurde erstmals veröffentlich in dem Schwerpunktheft der Fachzeitschrift pm – perspektive mediation o4/2024, S. 279 – 290,
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